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GPSRProduktsicherheit

GPSR für Shopify-Händler: Die praktische Checkliste für 2026

20. Mai 2026 · Max Benz

Seit dem 13. Dezember 2024 gilt die General Product Safety Regulation (GPSR) in der gesamten EU. Sie betrifft fast jeden Shopify-Shop, der physische Verbraucherprodukte verkauft. Dieser Beitrag fasst zusammen, was du wirklich brauchst, und trennt die Pflicht von der Kür.

Wer ist von der GPSR betroffen?

Die GPSR gilt für nahezu alle Non-Food-Verbraucherprodukte, unabhängig davon, ob sie neu, gebraucht oder repariert verkauft werden. Lebensmittel, Arzneimittel und einige stark regulierte Sonderbereiche haben eigene Regelwerke. Für den typischen Shopify-Shop mit Mode, Haushalt, Spielzeug, Elektronik oder Kosmetik ist die GPSR relevant.

Wichtig ist deine Rolle in der Lieferkette. Verkaufst du Produkte unter eigener Marke oder importierst du aus einem Drittland, giltst du schnell als Hersteller oder Importeur mit den entsprechenden Pflichten.

Diese Angaben müssen am Produkt stehen

Für jedes betroffene Produkt erwartet die GPSR klar erkennbare Informationen. Die wichtigsten Pflichtangaben sind:

  • Name und Postanschrift des Herstellers
  • Bei Importen aus Drittländern zusätzlich der oder die in der EU niedergelassene Verantwortliche
  • Eindeutige Produktkennzeichnung, etwa Modell- oder Chargennummer
  • Sicherheits- und Warnhinweise in deutscher Sprache
  • Gegebenenfalls Hinweise zur sicheren Verwendung und Pflege

Diese Angaben gehören sichtbar auf die Produktseite. Ein verstecktes PDF oder eine allgemeine Seite im Footer reicht nicht aus, weil die Information dem konkreten Produkt zugeordnet sein muss.

Der EU-Verantwortliche ist Pflicht

Ohne benannten Wirtschaftsakteur mit Sitz in der EU darf ein Produkt nicht auf den Markt. Wenn du selbst in der EU sitzt und Hersteller bist, kannst du diese Rolle übernehmen. Importierst du aus einem Drittland, brauchst du entweder einen Importeur in der EU oder einen beauftragten Bevollmächtigten.

So setzt du die Anzeige technisch um

Viele Händler scheitern nicht an der Information selbst, sondern an der sauberen Ausspielung im Shop. Drei Wege sind üblich:

  1. Manuelle Pflege je Produkt über Metafelder. Funktioniert, ist bei großem Sortiment aber mühsam.
  2. Eine App, die die Pflichtangaben strukturiert erfasst und automatisch an der Produktseite ausgibt.
  3. Eine individuelle Theme-Anpassung durch eine Entwicklerin oder einen Entwickler.

ShopCompliance nutzt den zweiten Weg. Du hinterlegst Hersteller, EU-Verantwortlichen und Warnhinweise einmal pro Produkt, der Storefront-Block zeigt sie automatisch an der richtigen Stelle an. Das spart Theme-Eingriffe und hält die Angaben auch bei Theme-Wechseln stabil.

Kurz zusammengefasst

Prüfe zuerst, ob deine Produkte unter die GPSR fallen, kläre deine Rolle in der Lieferkette und benenne einen EU-Verantwortlichen. Danach geht es um die saubere, produktbezogene Anzeige der Pflichtangaben. Wer das früh strukturiert, vermeidet Abmahnrisiken und spart sich spätere Nacharbeit.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Für deinen Einzelfall wende dich bitte an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.